Flugblatt

1870 lebten ungefähr 25.000 Juden in der Region, die Palästina genannt wird und nach der Herrschaft des Osmanischen Reiches Teil des britischen Mandatsgebiets wurde. Um die Jahrhundertwende war die Gegend mit schätzungsweise 400.000 Menschen dünn besiedelt. Die jüdische Einwanderung als Flucht vor den antisemitischen Verhältnissen in Europa und aus Gründen jüdischer Tradition nahm Fahrt auf, der politische Zionismus als Bewegung entstand. 1896 schrieb Theodor Herzl das bekannte Buch Der Judenstaat. 1922 machte die jüdische Bevölkerung in Palästina rund elf Prozent aus, 1932 siebzehn Prozent. Nach mehreren Einwanderungsperioden stellten Juden 1937 ein knappes Drittel der Einwohner Palästinas. Zur israelischen Staatsgründung 1948 lebten ungefähr 700.000 Juden in Palästina sowie 1,2 bis 1,4 Millionen Nichtjuden. – Das war drei Jahre nach der Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden durch Deutschland und seine Hilfsvölker und über ein Vierteljahrhundert nach den ersten antijüdischen Pogromen von arabischer Seite in Palästina.

Der Vernichtungsantisemitismus des 20. Jahrhunderts ging von Anfang an mit Antizionismus einher; sowohl der arabische als auch der deutsche. Beide sind historisch und ideologisch miteinander zutiefst verbunden. Der spätere Großmufti von Jerusalem, glühender Antisemit, islamistischer, panarabischer Nationalist und erster Führer der ‚palästinensischen‘ Bewegung Mohammed Al-Husseini war schon 1920 an antijüdischen Morden beteiligt.
Im gleichen Jahr sagte der Weltkriegs-Gefreite Adolf Hitler in einer Rede: „Der ganze Zionistenstaat soll nichts werden, als die letzte vollendete Hochschule ihrer internationalen Lumpereien und von dort aus soll alles dirigiert werden (…).“ Und der spätere nationalsozialistische Chefideologe Alfred Rosenberg schrieb 1922: „Zionismus ist, bestenfalls, der ohnmächtige Versuch eines unfähigen Volkes zu produktiver Leistung, meistens ein Mittel für ehrgeizige Spekulanten, sich ein neues Aufmarschgebiet für Weltbewucherung zu schaffen.“

Die antisemitischen Pogrome häuften sich in Palästina. Nach dem Massaker in Hebron 1929 freute sich die Rote Fahne, Parteizeitung der KPD in Deutschland, mit der Überschrift „Araberaufstand wächst!“ über 67 tote Juden. Eine vernichtungsantisemitische Massenbewegung entsteht. Beachtlich ist, dass während des sogenannten ‚arabischen Aufstands‘ zwischen 1936 und 1939 fast ebenso viele Juden von Arabern ermordet wurden, wie Araber durch innerarabische Machtkämpfe ums Leben kamen.

Mit der realen jüdischen Besiedelung Palästinas hatte dies offenkundig nichts zu tun. Das hielt den Mufti allerdings nicht davon ab, für die dortige arabische, oft in clan-feudalen Abhängigkeitsverhältnissen lebende (Land-)Bevölkerung den antisemitischen Führer zu spielen und Clan-Rivalitäten auf Kosten der Juden auszutragen. Er sicherte seiner Clique unter Mord und Totschlag die Macht und installierte schließlich ein revolutionär-islamisches Terrorregime mit Kleiderordnung und anderen Grausamkeiten.

Al-Husseini reihte sich ganz offen in die national-sozialistische Internationale ein. Er ließ sich und seine vernichtungsantisemitische Bewegung von Deutschland finanzieren, sorgte für die Aufstellung muslimischer SS-Divisionen, setzte sich erfolgreich für die Vergasung von 5000 jüdischen Kindern bei Himmler ein, bat Hitler inständig um ein judenfreies Palästina und verbündete sich mit anderen Islamnazis. Zum Beispiel mit der 1928 in Ägypten gegründeten, ebenfalls bis ins Mark antisemitischen Muslimbruderschaft – die arabische Erweckungsbewegung für den modernen Islamismus – und den damals entstehenden quasi national-sozialistischen Bewegungen in Syrien und im Irak.
Das Konzept des Heiligen Krieges wie es der Führer der Muslimbruderschaft Hasan Al-Banna 1938 in seinem Artikel Die Todesindustrie beschrieb, wurde bestimmend für den arabischen Antisemitismus: „Derjenigen Nation, welche die Industrie des Todes perfektioniert und die weiß, wie man edel stirbt, gibt Gott ein stolzes Leben auf dieser Welt und ewige Gunst in dem Leben, das noch kommt.“
Al Husseini hatte also ganz Recht mit seinem Bekenntnis: „In der Bekämpfung des Judentums nähern sich der Islam und der N.S. einander sehr.“ (1944) Zahlreiche deutsch-palästinensische Kommandos waren im Zweiten Weltkrieg im Nahen Osten unterwegs, nach der Kapitulation Deutschlands wurden deutsche Vernichtungsexperten von verschiedenen arabischen Regimen angeheuert. Der Nachfolger des Muftis wurde Jassir Arafat, dessen Nachfolger ist Mahmud Abbas – Propagandisten und Überzeugungstäter der gleichen national-sozialistischen Mordideologie, die offiziell das zentrale Bindungsmoment der palästinensischen Volksgemeinschaft darstellt.

Der Rest der Geschichte ist bekannt. Nach der israelischen Staatsgründung 1948 führten fünf arabische Staaten samt palästinensischer Mordkommandos einen Angriffskrieg gegen Israel, den sie verloren. In vielen arabischen Ländern gab es in dieser Zeit Judenpogrome, viele zehntausend Juden aus dem arabischen Raum mussten Zuflucht in Israel suchen.
Zur bitteren Zwangsläufigkeit des Sechstagekriegs 1967 seien nur zwei arabische Führer zitiert:

„Wir wollen einen totalen Krieg ohne Einschränkungen, einen Krieg, der die zionistische Basis zerstören wird.“ – Syriens Präsident Nureddin Mustafa al-Atassi am 22. Mai 1966
„Unser grundlegendes Ziel ist die Vernichtung Israels. Das arabische Volk will kämpfen.“ – Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser am 27. Mai 1967

Die palästinensische Volksbewegung trachtet seit ihrer Geburt nach Judenmord. Unterstützung finden die ‚Palästinenser‘ dabei offenkundig nicht nur in der arabischen und islamischen Welt. Nahezu die gesamte globale Linke befindet sich heute formell oder informell in einem antizionistischen Bündnis, das in seiner Konsequenz notwendig ein vernichtungsantisemitisches ist. Unlängst hatte sich die Obama-Administration dazugesellt.

National-Sozialismus bedeutet Krisenlösung durch Vernichtung und Volksherrschaft der Banden. Die meisten zivilen Toten auf palästinensischer Seite gehen nicht auf das Konto der israelischen Selbstverteidigung, sondern auf das Konto heimischer Säuberungsaktionen. Das palästinensische Mordkollektiv verstetigt mutwillig den eigenen identitären und ökonomischen Bankrott. Seine Mitglieder können sich von der internationalen Gemeinschaft finanziell aushalten lassen oder für Ruhm und monetäre Vorteile für die Familie ihren Tod in Wert setzen. Die israelische Siedlungspolitik hat mit dem palästinensischen Desaster nichts zu tun. Die palästinensischen Flüchtlinge, die meist längst keine mehr sind, waren ohnehin seit jeher außen- wie innenpolitischer Spielball der arabischen Staaten.

Der UN-Teilungsplan von 1947 sah zwei Staaten vor, die Menschenrechte achten und Religionsfreiheit gewährleisten sollten. Davon kann bei den palästinensischen Institutionen keine Rede sein. Wer bereit ist, Lehren aus Vergangenheit und Gegenwart zu ziehen, muss gegen den palästinensischen Volksstaat sein. Die Herrschaft der umma-sozialistischen sowie national-sozialistischen Banden, wo Judenhetze und Judenmord an der Tagesordnung sind, ist schlimm genug. Einen judenreinen, national-sozialistischen oder islamischen Volksstaat Palästina darf es nicht geben.

Zum Nachlesen:

Klaus-Michael Mallmann/Martin Cüppers (2006): Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina sowie Matthias Küntzel (2002): Djihad und Judenhass. Über den neuen antijüdischen Krieg.

Für den Kommunismus – Lang lebe Israel !

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